BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisieren den Chemiekonzern BASF

Zu den Plänen des Chemiekonzerns BASF, in Sachsen-Anhalt eine gentechnisch veränderte Kartoffelsorte auszubringen, erklärt Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Nachdem der Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel „Amflora“ in Mecklenburg-Vorpommern im letzten Jahr massive Proteste hervorgerufen hat, versucht BASF nun offenbar dem Widerstand der Bevölkerung auszuweichen. Ausgerechnet die Börde, die fruchtbarste Region unseres Landes, soll zum Gentech-Acker werden.“ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen die Pläne der BASF ab, in Sachsen-Anhalt zwei Hektar gentechnisch veränderte Kartoffeln auszupflanzen. Striegel:

„Der Anbau der Gen-Kartoffel ist unnötig. Es gibt für die Kartoffel keinen Markt.“ Kartoffeln mit erhöhtem Stärkeanteil für die industrielle Verwendung seien mittlerweile auch auf konventionelle Weise verfügbar.

Von der „Amflora“ würden nur Risiken bleiben: Die Verschleppung von gentechnisch veränderten Knollen auf Nachbarfelder könne nicht sicher ausgeschlossen werden, das Vorhandensein eines Antibiotika-Resistenzmarkes stelle eine potenzielle Gesundheitsgefährdung dar.

„Die „Amflora“ bedroht zudem Arbeitsplätze. Die Menschen in der Bundesrepublik haben nach diversen Lebensmittelskandalen genug von einer industriellen Landwirtschaft. Der Anbau von Gentech-Kartoffeln gefährdet den Ruf der sachsen-anhaltischen Landwirte“, so Striegel.

„Die Vorfälle in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2010, nach denen 18 Tonnen Amflora-Kartoffel vernichtet werden mussten, weil die Gefahr einer Vermischung mit einer nicht zugelassenen Gentech-Sorte bestand, zeigen, dass es immer wieder zu Verunreinigungen kommen muss.

Koexistenz, bei der die gentechnikfreie Landwirtschaft wirksam geschützt wird, ist so nicht möglich.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden weiter für ein gentechnikfreies Sachsen-Anhalt streiten und rufen zum friedlichen Protest gegen den Anbau der Genkartoffeln auf.

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