Angriff von Neonazis ist alarmierend

Zum Angriff von Neonazis auf eine Demonstration von u.a. Asylbewerbern in Merseburg am 29. Juli 2011 erklärt der Merseburger Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

Mit Entsetzen habe ich die Berichte vom Angriff durch Neonazis auf eine friedliche Demonstration in Merseburg am gestrigen Tage vernommen. Ich verurteile diesen Angriff auf Demonstranten, die gegen eine diskriminierende und rassistische Behördenpraxis auf die Straße gehen, scharf. Einmal mehr zeigt der Angriff das Selbstbewusstsein der rechten Szene, deren Gewalt sich nicht mehr nur gegen Sachen, sondern immer wieder auch gegen Menschen richtet.

Ich wünsche insbesondere der verletzten Frau aus Burkina Faso eine baldige Genesung.

Von der Polizei erhoffe ich zügige und gründliche Aufklärung des Angriffs und seiner Umstände. Dass die rund 20 Täter mit Feuerwerkörpern bewaffnet waren, und bereits im Vorfeld des Angriffs im Stadtgebiet Provokationen gegen TeilnehmerInnen der Demonstration stattfanden, zeigt, dass dem Angriff ein Mindestmaß an Planung vorausgegangen sein muss.

Der Angriff macht deutlich, dass Neonazis in Merseburg die Demokratie und das friedliche Zusammenleben aller Menschen bedrohen. Merseburg muss, im Zusammenwirken zwischen Bürgerschaft und staatlichen Stellen, mehr gegen rechte Gewalt tun. Lokale Demokratie muss gestärkt werden. Die Überlegungen zu einem breiten Bündnis gegen Rechts, die nach dem Aufmarsch von Neonazis am 18. Juni zusammengetragen worden sind, werde ich deshalb weiter nach Kräften unterstützen.“

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