Saale: Übertriebene Panik

Zur Klassifizierung der Saale als „Restwasserstraße“ und den in der Mitteldeutschen Zeitung, Ausgabe Merseburg-Querfurt geäußerten Befürchtungen von Wassersportlern, den Fluss in Zukunft nicht mehr nutzen zu können, erklärt Sebastian Striegel, bündnisgrüner Landtagsabgeordneter aus dem Saalekreis: „Von einer Zerschneidung des Blauen Bandes in Sachsen-Anhalt kann keine Rede sein. Das Gerede von einer „Restwasserstraße“ durch die schwarz-gelbe Bundesregierung verunsichert aber offenbar die Menschen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen den Begriff „Restwasserstraße“ ab. Wir wollen die Saale zu einer „Wassertouristischen Straße“ entwickeln. Auch dann werden weiterhin Instandhaltungsarbeiten durchgeführt und Mittel beispielsweise für den Erhalt und Betrieb von Schleusen bereit gestellt. Auf Nachfrage der bündnisgrünen Landtagsfraktion hatte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereits im August erklärt, dass die Klassifizierung der Wasserstraßen nur der Mittelkonzentrierung diene, die Funktion aller Wasserstraßen stehe auch weiterhin auf „Platz eins der Arbeitsagenda“.

Unabhängig davon, begrüßen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN die vorerst gestoppten Pläne zum Bau des Elbe-Saale-Kanals. „Wie man es auch dreht und wendet“, so Striegel „Saale und Elbe sind Niedrigwasserflüsse und führen nur an durchschnittlich 111 Tagen genügend Wasser für Güterschiffe. Daran wird auch ein Ausbau nichts ändern, Schifffahrt ohne Wasser ist nun einmal nicht möglich.“

Stattdessen sollte die Landesregierug die Konzepte für naturnahen Tourismus insbesondere an Elbe und Saale optimieren und weiterentwickeln. „Beide Flüsse eignen sich hervorragend für Rad- und Wasserwanderungen, hier sollte die Landesregierung tätig werden und die Infrastruktur verbessern sowie investitionswilligen BürgerInnen und Bürgern fördernd zur Seite stehen“, so Striegel abschließend.

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