Grüne Sommertour im Saalekreis

Zu einer Sommertour auf der Saale brach der Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom 7.-9. August auf. Beginnend in Bad Dürrenberg ging es in drei Tagen mit dem Kanu bis Wettin.

Stationen der Reise waren Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg, Schkopau, Halle, Salzmünde, Löbejün und Wettin. Ziel war es, mit Menschen, Vereinen und Bürgerinitiativen am Fluss ins Gespräch zu kommen und lokale Belange genau wie aktuelle landespolitische Vorhaben zu diskutieren.

Tag 1 der bündnisgrünen Sommertour:
Von Bad Dürrenberg über Leuna nach Merseburg

Tourstart war am Dienstagmorgen in Bad Dürrenberg. Hier stand ein Treffen mit dem Bürgermeister Árpád Nemes auf dem Plan. Zur Sprache kam die prekäre finanzielle Situation der Stadt. Nach dem Angriff von Neonazis auf alternative Jugendliche im Juni diesen Jahres, ging es auch um die aktuelle Situation von Jugendlichen in Bad Dürrenberg. Ziel sei es, die Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung und den Jugendlichen zu verbessern.

In Leuna traf Sebastian Striegel mit der Bürgermeisterin Dr. Dietlind Hagenau zusammen.  Themen des Gesprächs waren die allgemeine finanzielle Lage Leunas, die Sportstättennutzung sowie die Gewerbesteuer und deren unterschiedliche Ausschöpfung in Kommunen Sachsen-Anhalts.

Anschließend traf sich Striegel mit Mitgliedern der DLRG Ortsgruppe Leuna-Merseburg, der Vorsitzenden Petra Vogel und dem Technischen Leiter der Ausbildung Christian Kollewe. Petra Vogel gab einen Überblick über Aufgaben, Aktivitäten und Mitglieder der Gruppe. Im Hinblick auf die bevorstehende Novellierung des Rettungsdienstgesetztes sagte Striegel für die grüne Fraktion zu, dass Rettungsdienstträger Wasserrettung vorhalten sollen.  Außerdem kam der Missstand zur Sprache, dass eine Woche vor der Teilfreigabe des Geiseltalsee der DLRG noch keine detaillierten Informationen zur Wasserrettung vorliegen.

Mit dem Kanu in Merseburg angekommen, fand ein konstruktiver Austausch in freundlicher Atmosphäre mit dem neuen Dechanten der Vereinigten Domstifter, Christian Walter Steinbach, im Grün.Lokal statt. Gesprochen wurde über mögliche Unterstützungen durch Land und Kommune für das im Jahr 2015 anstehende tausendjährige Jubiläum der Grundsteinlegung des Merseburger Doms.

Zum Ende des ersten Tages tauschte sich Striegel mit den Sportfreunden des SV Merseburg 99 über die Novellierung des Sportförderungsgesetz aus. Missverständnisse hinsichtlich einer Entgelterhebung für Sportstättennutzungen konnten ausgeräumt werden. Striegel sagte zu, beim Landesverwaltungsamt den aktuellen Stand der Förderung eines geplanten Kunstrasenplatzes zu erfragen. Hinsichtlich des Breiten- und Spitzensports in Sachsen-Anhalte sagte Striegel: „Es gibt  noch viel zu tun seitens der Politik aber auch der Fachverbände, damit Sachsen-Anhalt wieder ein erfolgreiches Sportland wird!“

Tag 2 der bündnisgrünen Sommertour:
Von Merseburg über Schkopau nach Halle

Zum Auftakt des zweiten Tages der Sommertour von Sebastian Striegel entlang der Saale durch den östlichen Saalekreis, traf er mit Lothar Peruth, dem Geschäftsführer des Carl-von-Basedow-Klinikums zusammen. Das Gespräch stand im Zeichen der aktuellen Novellierung des Rettungsdienstgesetzes. Besprochen wurde auch die allgemeine Situation im Klinikum Merseburg. Striegel bekräftigte, dass er die kommunalen Kliniken in Sachsen-Anhalt stärken wolle. Privatisierungen werden in diesem Bereich von ihm abgelehnt.

Der zweite Termin des Tages führte Sebastian Striegel in die Rettungsleitstelle des Saalekreises. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierten über die Abläufe in der Leitstelle und das Aufkommen an Notrufen. Hinsichtlich der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes kamen eine Vielzahl an Bedenken zum Gesetzentwurf der CDU-SPD-Landesregierung zum Ausdruck. Striegel sicherte hier weitergehende Gespräche und Nachfragen in den Ausschüssen zu.

Anschließen kam Striegel mit der Lokalredaktion Merseburg-Querfurt der Mitteldeutschen Zeitung zu einem Gespräch über seine Sommertour zusammen.

In Schkopau traf sich Striegel mit Bürgermeister Andrej Haufe. Sie sprachen über die kommunale Finanzlage, Fördervorhaben der Gemeinde im Bereich der erneuerbaren Energien, den Erhalt von Sportstätten sowie das Stark III Programm zur energetischen Sanierung von Grundschulen.

Nach einer zügigen Kanufahrt bis zum halleschen Rive-Ufer fand der Tourabend seinen Abschluss auf der „Marie-Hedwig“.

Tag 3 der bündnisgrünen Sommertour:
Von Halle (Saale) über Salzmünde nach Wettin

Den dritten Tag seiner Sommertour begann Sebastian Striegel mit der Besichtigung des Neubaus der St. Franziskus-Grundschule. Die Besonderheit ist hier die Errichtung von Sachen-Anhalts erstem Schulgebäude in Holzbauweise als Passivhaus, wodurch in hohem Maß Energie und Heizkosten eingespart werden können.

Danach traf sich Striegel mit dem designierten Bürgermeister der Stadt Halle Bernd Wiegand. Gesprochen wurde über die Beziehung zwischen der Stadt Halle und deren Umland. Striegel diskutierte unter anderem Pläne zur besseren verkehrlichen Anbindung der Stadt Halle mit besonderem Blick auf die große Anzahl an Pendlern aus dem Querfurter Bereich, die bislang nur sehr wenig Möglichkeiten zur Fahrt nach Halle mit Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs haben.

Weiter ging es mit dem Kanu nach Salzmünde zu einem Informationsaustausch mit der Bürgerinitiative Saaletal, die sich gegen den Weiterbau der Autobahn 143 durch das unter Naturschutz stehende Saaletal engagiert.

Etwas Abseits der Saale verschaffte sich Striegel in Löbejün einen Einblick in die Arbeitsweise einer Polizeistation im ländlichen Raum. Deutlich wurde, dass kleinere Dienststellen insbesondere mit Personalmangel zu kämpfen haben. Zu diesem Termin war auch der neue Revierleiter der Polizeidirektion Saalekreis Karsten Thärigen zugegen, mit dem Striegel sich über allgemeine Fragen der polizeilichen Arbeit austauschte.

Die Sommertour endete in Wettin mit einer Bürgersprechstunde und einem Treffen der grünen Regionalgruppe.

 

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