„Land spart auf Kosten der Hochschulbeschäftigten“

„Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt stehen vor großen Herausforderungen:
Einerseits müssen sie im nationalen und internationalen Wettbewerb in
Forschung und Lehre bestehen. Andererseits gelingt es ihnen seit Jahren
ihre Studierendenzahl zu steigern: Unsere Hochschulen sind attraktiv
geworden für Studierende aus ganz Deutschland. Aber diese Studierendenzahl
geht weit über die Studienkapazitäten unserer Hochschulen hinaus. Diese
Herausforderungen müssen die Hochschulen vor dem Hintergrund einer
rückläufigen staatlichen Grundfinanzierung meistern. Diese ohnehin
schwierige Situation wird durch die geplanten Budgetkürzungen der
Landesregierung erheblich verschärft.“

„Die Antworten der Landesregierung zeigen die Fehlentwicklungen der
letzten Jahre im  Hochschulbereich auf.“

„Würden die Hochschulen das Pflichtlehrangebot durch hauptberufliches
wissenschaftliches Personal absichern, müssten sie Mehrkosten in Höhe von
13,5 Millionen Euro aufwenden. Diese Zahl zeigt, wie das Land auf Kosten
der Hochschulbeschäftigten schon jetzt jährlich Millionen spart. Das geht
nicht!“

„An unseren Hochschulen existiert kein ausgewogenes Verhältnis zwischen
befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnissen. In Anbetracht dieser
Situation besteht dringend Handlungsbedarf.“

„Wir brauchen gesicherte Karrierepfade für den wissenschaftlichen
Nachwuchs. Wir brauchen Stellen, auf denen Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen ihre Karriere entwickeln können – nämlich
Tenure-Track-Positions, also Stellen, auf denen junge Menschen nach der
Promotion, möglicherweise auch nach einer Post-Doc-Zeit auf eine Stelle
kommen und sich dann auf der Stelle weiterqualifizieren können.“

„Sachsen-Anhalt muss sich so aufstellen, dass Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler hier eine gute Perspektive haben und unsere Hochschulen
auch international konkurrenzfähig sind. Dann ist Sachsen-Anhalt auch im
Wettbewerb um die besten Köpfe gut aufgestellt.“

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