Impressionen der Gegendemonstration „Merseburg stellt sich quer“ zum Aufmarsch der Nazis

Impressionen der Gegendemonstration „Merseburg stellt sich quer“ zum Aufmarsch der Nazis

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Das Merseburger Bündnis gegen Rechts hat auf seiner gestrigen Mitgliederversammlung die Entwicklung des Bündnisses im vergangenen Jahr Revue passieren lassen und mit der Auswertung der Proteste gegen eine Nazidemo am 22. Juni 2013 in Merseburg begonnen. Dazu veröffentlicht das Bündnis die folgende Erklärung:

„Das Merseburger Bündnis gegen Rechts hat bewirkt, dass am vergangenen Samstag zahlreiche Merseburger Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen aus dem Umland gegen Neonazis und für Demokratie auf die Straße gegangen sind. Die allseits friedlichen Demonstrationen, Kundgebungen und Blockaden waren wichtige Zeichen, dass in dieser Stadt kein Platz für Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsmissbrauch ist.

Das Merseburger Bündnis gegen Rechts ist froh und dankbar, dass sich Menschen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet (u.a. in der König-Heinrich-Straße und der Klobikauer Straße) im wörtlichen Sinne quer gestellt und damit versucht haben, den Aufmarsch der Neonazis zu verhindern. Friedliche Blockaden sind ein Mittel zivilen Ungehorsams, die vom Aktionskonsens des Merseburger Bündnisses umfasst werden.

Das Merseburger Bündnis gegen Rechts zeigt sich entsetzt über die von TeilnehmerInnen und ZeugInnen berichteten Gewalttaten einzelner Polizisten an den TeilnehmerInnen friedlicher Blockaden. Das Bündnis ist solidarisch mit den Betroffenen von Polizeigewalt und fordert zügige und umfassende Aufklärung der Vorfälle sowie Konsequenzen. Wir bitten Betroffene und AugenzeugInnen die Aufklärung durch Zeugenaussagen zu unterstützen. Für Betroffene und ZeugInnen organisiert das Bündnis eine Rechtsberatung. Termin und Ort hierfür werden auf Nachfrage bekannt gegeben

Mit Blick auf kommende Proteste gegen Neonazis wird das Merseburger Bündnis gegen Rechts auch die Erfahrungen aus dem Jahr 2013 aufnehmen und versuchen, wirksamer gegen Neonazi-Aufmärsche zu werden. Dazu sollen noch mehr Merseburgerinnen und Merseburger für die Mitarbeit im Bündnis gewonnen und neue Aktionskonzepte für friedlichen Protest entwickelt sowie miteinander erprobt werden.“

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