Regierung Haseloff versucht, Merseburg k.o. zu schlagen

Einsparvorschläge würden Aus für die Hochschule Merseburg bedeuten
Die nun bekannt gewordenen Pläne der Regierung Haseloff zur zukünftigen Hochschulstruktur bedeuten das Aus für eine der erfolgreichsten Hochschulen im Land und schlagen Merseburg k.o. Verlierer sind alle, Studenten, Institute, die Region und vor allem die Bildung. Besonders hart trifft es die „Dom- und Hochschulstadt Merseburg“.
Alle derzeitigen Fachbereiche sollen geschlossen, das ingenieurwissenschaftliche Institut mit der Hochschule Anhalt sowie der Martin-Luther Universität fusionieren werden. Einzig und allein das Kunststoffkompetenzzentrum soll – vermutlich an einem neuen Standort Halle – innerhalb der Martin-Luther-Universität erhalten bleiben. Diese Einsparungen, die Streichung von 2090 Studienplätzen, entspricht der Kapazität der Hochschule und besiegelt damit ihre Abwicklung. Tatsächlich aber würden derzeit ca. 2700 Studenten Merseburg verlassen, da die Hochschule wie alle anderen auch, über ihrer Kapazität Studienplätze vergibt.
„Die Landesregierung stellt mit dem Aus für die Hochschule Merseburg den Motor für die Region ab. Es ist unverständlich, warum die zukunftsträchtige und bereits heute überdurchschnittlich erfolgreiche Hochschule Merseburg einer Kürzungsorgie zum Opfer fallen soll.“

Verwandte Artikel