Ausstellung: „geduldet – Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt“

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Eröffnung am 15. Januar 2014 im Mehrgenerationenhaus Merseburg

Bild: Kathrin Königl

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt lädt Sie herzlich zur Fotoausstellung „geduldet – Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt“ ein. Diese ist vom 16. Januar bis zum 10. Februar im Mehrgenerationenhaus, Rossmarkt 2, in Merseburg zu sehen.

Die Eröffnung mit anschließender Diskussion moderiert durch den Merseburger Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel und unter Beteiligung des flüchtlings- und migrationspolitischen Sprechers der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,  Sören Herbst sowie den Bewohnern des „Übergangswohnheimes für Migranten“ in Krumpa Cheickna Hamala Fadiga (Vertreter von SARA – Saalekreis Refugee Association) und Seydou Diabatey findet am 15. Januar 2014, 18:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Merseburg statt.

„Wir möchten mit der Ausstellung auf die schwierigen Lebensbedingungen von Flüchtlingen aufmerksam machen, die in unserer Gesellschaft häufig an den Rand gedrängt werden“, so der flüchtlings- und migrationspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Sören Herbst.

Die Fotografin Kathrin Königl und der Fotograf Rolf Brändle haben über mehrere Wochen verschiedene Flüchtlingsunterkünfte in Sachsen-Anhalt besucht. Aus den zahlreichen Begegnungen und Gesprächen sind fotografische Dokumente entstanden, die den Fokus auf den Lebensalltag von AsylbewerberInnen richten und deren Alltag in der organisierten Desintegration eindrucksvoll dokumentieren.

Was bedeutet es, als „geduldet“ bezeichnet zu werden und einer „Residenzpflicht“ zu unterliegen? Wie bestimmt das deutsche Asylsystem die Lebensumstände der Betroffenen? Was sagt die Art der Unterbringung über den Stellenwert von Flüchtlingen und Migranten in unserer Gesellschaft aus? Diese Fragen sollen aus Anlass der Ausstellungseröffnung auch mit Betroffenen der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften diskutiert werden.

„Im Saalekreis leben in der Gemeinschaftsunterkunft bzw. dem Lager Krumpa derzeit knapp 300 Menschen, die diese Fragen direkt in ihrem täglichen Leben betreffen. Mit unserer Ausstellung und Diskussion hoffen wir auch das Verständnis für die Lebensumstände dieser Menschen stärken zu können“ merkt der bündnisgrüne Abgeordnete Sebastian Striegel an. „Der Umgang mit Flüchtlingen darf uns auch im Saalekreis nicht egal sein. Die Krisen und Kriege in unsere Welt zeigen uns, wie schnell aus jedem Menschen ein Flüchtling werden kann. Wir müssen den bei uns Schutz suchenden Menschen endlich eine Lebensperspektive außerhalb von Heimen in regulären Wohnungen bieten. Nur die dezentrale Unterbringung kann Integration ermöglichen und bietet Geflüchteten eine Chance zur gesellschaftlicher Beteiligung.“

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