Nach Angriff in Merseburg: Rassistische Gewalt ächten, Ermittlungen zügig und gründlich führen

Der bündnisgrüne Abgeordnete für den Saalekreis und innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Sebastian Striegel, verurteilt den Angriff auf einen somalischen Staatsbürger am Bahnhof Merseburg, bei dem dieser verletzt wurde.

Striegel: „Ich bin beschämt über den rassistischen Angriff auf einen Somalier in meiner Heimatstadt Merseburg. Ich danke denjenigen, die als Zeugen des Angriffs dem Opfer zuhilfe geeilt sind und so vermutlich noch schlimmere Konsequenzen vermieden haben. Ich erwarte von Polizei und Justiz zügige und gründliche Ermittlungen, damit die Täter schnell gefunden werden und für den Angriff verurteilt werden können. Von der Deutschen Bahn erhoffe ich, dass sie etwaige Videoaufnahmen des Angriffs unverzüglich den Ermittlungsbehörden zur Verfügung stellt. Dem Betroffenen des Angriffs wünsche ich eine baldige Genesung an Leib und Seele.

Der Angriff zeigt: Die rassistische Hetze gegen Flüchtlinge im Internet fällt auf fruchtbaren Boden, sie hat konkrete Konsequenzen. Die Bürgerinnen und Bürger in Merseburg müssen gemeinsam gegen rechte Gewalt einstehen. Rechte Hasspropaganda im Internet muss bekämpft werden. Hier sind wir alle gefordert.

Wer gegen rechte Gewalt aufsteht, darf zur Situation von im Saalekreis lebenden Flüchtlingen nicht schweigen. Die bisherige Unterbringung in zentralen Unterkünften, wie derzeit in Krumpa, muss einer dezentralen Unterbringung in Wohnungen weichen. Migrantinnen und Migranten sind Teil unserer Gesellschaft. Sie dürfen auch als Flüchtlinge nicht an den Rand gedrängt werden.“

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