Antifaschismus als Feindbild?

10552409_775606985838723_5329704914151232731_nAm 13.10.2014 findet um 19 Uhr in der Domstraße 2 eine weitere Ausgabe des Merseburger Salons statt. Zu Gast sein wird der ehemalige Merseburger Pfarrer Lothar König.

Gemeinsam mit Lothar König soll die Frage diskutieren werden, ob antifaschistisches Engagement durch Polizei, Justiz und Verfassungsschutz kriminalisiert wird. Ob also Antifaschismus von staatlicher Seite als Feindbild dient, die Bedrohung durch Neonazis  jedoch systematisch verharmlost wird. Hintergrund sind die seit 2011 andauernden Ermittlungen sächsischer Behörden gegen hunderte friedliche DemonstrantInnen wegen deren Teilnahme an Blockaden eines Naziaufmarschs in Dresden. Im Rahmen von mittlerweile ohne irgendein Ergebnis eingestellten Ermittlungen gegen eine „antifaschistische Sportgruppe“ überwachten Polizei und Staatsanwaltschaft dabei unter anderem zehntausende Mobiltelefone. Auch der ehemalige Merseburger und seit 1990 in Jena arbeitende Pfarrer Lothar König geriet dabei ins Visier der Ermittler. Seine Wohnung und sein Dienstzimmer wurden durchsucht, der VW-Bus der Jungen Gemeinde wurde beschlagnahmt. 2013 eröffnete das Dresdner Amtsgericht ein Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegen ihn, das wegen offensichtlicher Mängel beendet werden musste. Inzwischen ist für den 10. November die Wiederaufnahme des Prozesses  geplant.

Der Verein Domstraße 2 und der Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel freuen sich als Veranstalter auf eine spannende Diskussion. NutzerInnen und Nutzer von Facebook können sich hier direkt zur Veranstaltung anmelden.

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