„Bitterfeld hat ein Nazi-Problem“

In Bitterfeld kam es in der Nacht vom 17. zum 18. April 2015 zu einem Brandanschlag auf das Alternative Kulturwerk Bitterfeld (AKW). Der Angriff mit Brandsätzen reiht sich ein in eine Serie rechter Angriffe in der Region. Bereits jetzt wurden mehr rechte Übergriffe als im gesamten Vorjahr registriert.

Hierzu erklärt der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel: „Die Lage in Bitterfeld spitzt sich zu. Nach dem Brandanschlag muss zügig ermittelt und lückenlos aufgeklärt werden. Übergriffe wie diese zeigen, dass Bitterfeld ein massives Nazi-Problem hat. Die Region um Bitterfeld darf aber nicht zur Spielwiese von Neonazis werden.“

Der Landtagsabgeordnete wird sich aufgrund der aktuellen Ereignisse am Montag in Köthen von der Leiterin des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld, Michaela Lange, zur Lage unterrichten lassen.

Die Fallzahlen für Anhalt-Bitterfeld der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt bestätigen Striegels Aussage. Waren es in den Jahren 2013 und 2014 noch jeweils fünf sind es im April 2015 bereits sieben Angriffe von Neonazis.

Striegel erklärt hierzu abschließend: „Immer öfter werden in der Region alternative Jugendliche und MigrantInnen Opfer rechter Gewalt. Diese Angriffe zu stoppen, ist Aufgabe der Sicherheitsbehörden. Gewalt darf keine Form der politischen Auseinandersetzung werden.“

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