GRÜNE verurteilen Selbstjustiz und fordern harte Bestrafung der Täter

Zu einem Angriff von 20 bis 30 Tätern auf eine Gruppe syrischer Geflüchteter in Magdeburg erklärt der innenpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion, Sebastian Striegel:

„Der Angriff auf syrische Geflüchtete in Magdeburg  durch dutzende Täter mit mehreren zum Teil schwer verletzten Personen ist beschämend. Ich verurteile diesen Landfriedensbruch und massiven Angriff auf das Schärfste. Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen, denen ich schnellstmögliche Genesung wünsche.

Offenbar hat nur das Eingreifen der Polizei die Betroffenen vor noch Schlimmeren bewahrt. Der Angriff war darauf angelegt, Menschen aufs Schwerste zu verletzen oder zu töten.

Der Angriff galt nicht nur Geflüchteten, sondern auch dem Rechtsstaat. Er ist ein Angriff auf das staatliche Gewaltmonopol. Bereits seit Tagen kursieren in Magdeburg Aufrufe zur Selbst- und Lynchjustiz sowie zur Gründung einer Bürgerwehr. Die treibenden Kräfte entspringen der Magdeburger Hool- und Naziszene.

Die Angreifer müssen ermittelt und hart bestraft werden. Ich fordere die Sicherheitsbehörden ebenso auf, die rassistischen Aufrufe zur Selbst- und Lynchjustiz konsequent aufzuklären und die dafür Verantwortlichen zu ermitteln.

Die massive Hetze gegen Geflüchtete begünstigt und ermöglich Taten, wie den Angriff in Magdeburg. Sie muss sofort aufhören.“

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