Hier gilt’s: Es gibt keine unpolitische Kunst

Zum Politikverbot, das der Geschäftsführers der Historischen Kulturanlagen Bad Lauchstädt gegenüber gastspielenden in Künstlern für das Goethe-Theater ausgesprochen hat, erklärt Sebastian Striegel, bündnisgrüner Abgeordneter für den Saalekreis:

„Ein Theater, das Kritik an den herrschenden Verhältnissen nicht äußern darf, ist kein Theater mehr.
Der Maulkorb, den der Geschäftsführer der Historischen Kulturanlagen Bad Lauchstädt, René Schmidt, gegenüber Gastspielenden ausgesprochen hat, ist nicht akzeptabel. Die Engführung der Kunstfreiheit auf reine Ästhetik befremdet mich.

Die Freiheit der Kunst darf nicht in vorauseilendem Gehorsam beschränkt werden. Künstlerinnen und Künstler müssen Kritik üben können. In allen Formen und ohne Beschränkung. Ihre Kritik muss schmerzen können. Die Herrschenden und das Publikum.

Ich erwarte, dass Herr Schmidt seine Position korrigiert.“

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